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Endlich ist es da – das neue Feuerwehrauto für Limmritz

Foto: André Braun (Döbelner Anzeiger)
Die Ortsfeuerwehr von Limmritz hat ein neues Einsatzfahrzeug bekommen. Den Schlüssel dafür überreicht Bürgermeisterin Helga Busch symbolisch an Ortswehrleiter Arndt Patzig.
Sechs Jahre haben die Bemühungen gedauert – jetzt soll er 130 Jahre halten: der neue Iveco, dessen Technik Respekt einflößt.

Wie besonders, weil selten, die Übergabe eines neuen Löschfahrzeuges an eine Feuerwehr ist, zeigen nicht nur die Delegationen der befreundeten Wehren, sondern auch die zahlreichen Gäste „in Zivil“. Kameraden aus Hartha, Gleisberg, Döbeln, Waldheim und Meinsberg sind gekommen, um Steffen Janasek und Arndt Patzig zu gratulieren. Der Gemeindewehrleiter ergreift zuerst das Wort und fasst kurz die Fahrzeuggeschichte der Wehr zusammen: Am Anfang gab es einen Wagen, der von den Kameraden gezogen wurde. Dann einen Traktor, auf dem bis zu 17 Mann mitfuhren und zuletzt den jetzigen Ello (ein Robur LO), fast neu mit Baujahr 1990. „Seit ich 2004 das Amt übernommen habe, habe ich mich für ein neues Fahrzeug eingesetzt. Es hat eben bis jetzt gedauert“, so Steffen Janasek. Viel Zeit habe die Vorarbeit gekostet und trotzdem sei das Fahrzeug nicht perfekt. Das will keiner wirklich glauben, auch wenn das Auto noch nicht zu sehen ist.

Bürgermeisterin Helga Busch hat sich den ersten Test des Fahrzeugs nach der Abholung am Montag nicht entgehen lassen. Sie hat die Kameraden fotografiert. Die Bilder überreicht sie Arndt Patzig, dem Ortswehrleiter von Limmritz, in einem Album. „Mir ist fast das Herz stehen geblieben, als ich gesehen habe, dass das neue Auto nur haarscharf in die Garage passt. Das ist Grund genug, weiter am Ball zu bleiben und sozusagen den Stall für das neue Pferd zu bauen.“ Den Vergleich hatte der Ortswehrleiter Patzig angebracht, weil er meinte, das neue Fahrzeug würde so bestaunt wie früher ein neues Pferd im Dorf.

Die Bürgermeisterin wünscht den Kameraden nicht nur einmalig staunende Besucher, sondern vor allem noch mehr Interesse aus der Gemeinde. „Das lässt manchmal leider noch zu wünschen übrig. Die Arbeit der Kameraden wird zu oft als selbstverständlich angesehen.“

Dann darf die Bürgermeisterin mit dem Hammer die Scheibe einschlagen, hinter der sich der Knopf für die Sirene befindet. Für den wurde extra ein Kabel bis zum Festplatz verlegt, um symbolisch zum Einsatz rufen zu können.

Nach wenigen Minuten treffen zwei Kameraden mit dem Schmuckstück ein und übergeben symbolisch den großen Schlüssel an die Bürgermeisterin. Die gibt ihn an die Kameraden weiter, bevor sie das „neue Pferd“ mit einer Sektdusche tauft. Gleich drei der befreundeten Wehren hatten die Idee, ein „Pflegeset“ mit Schwamm, Lappen und Glasreiniger zu verschenken, so dass die Spuren schnell wieder weggeputzt werden können.

Dann endlich darf das Feuerwehrauto angefasst werden: Kinder, Gäste und Kameraden bestaunen die Ausstattung und so manchem entfährt ein „Ach du Sch…“, als er die vielen Displays und Knöpfe sieht. Doch alle sind hochmotiviert, in den nächsten Ausbildungsstunden alles zu lernen, damit das Fahrzeug so schnell wie möglich sicher bei Einsätzen genutzt werden kann.

Montag, 3. Mai 2010 Von Claudia Erbert (Döbelner Anzeiger)

Aktualisiert ( Dienstag, den 04. Mai 2010 um 09:51 Uhr )
 

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