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Wehr nimmt drei neue Feuerwehrleute auf

Foto: Dietmar Thomas
Die Ortswehr Gebersbach- Knobelsdorf feiert ihren 85. Geburtstag. Und sie hat Nachwuchssorgen.

Eine kleine, aber sehr aktive Ortswehr ist die aus Gebersbach-Knobelsdorf. Sie feierte ihren 85. Geburtstag.
Dass die Feuerwehren heutzutage den Mittelpunkt im kulturellen Leben der Gemeinden bilden und dafür überaus geschätzt werden, wurde bei der Jubiläumsfeier der Gebersbach-Knobelsdorfer Feuerwehr ganz deutlich. Unerwartet viele Gäste und Gratulanten sprachen den Feuerwehrkameraden dabei ihren Dank für ihre ehrenamtliche Tätigkeit aus.

Bürgermeisterin Helga Busch (parteilos) lobte die Arbeit, das Miteinander und Füreinander als unbezahlbar. Vertreter der Gemeindewehren Limmritz, Töpeln, Stockhausen und Meinsberg waren gekommen um Geschenke zu überreichen und mit den Gebersbachern zu feiern.

Der gebastelte Holzkamerad, den die Stockhausener scherzhaft als zusätzliche Arbeitskraft übergaben, machte auf ein weit verbreitetes Problem aufmerksam. Auch Wehrleiter Frank Weide kam nicht umhin, den zunehmenden Personalmangel anzusprechen. Während sich bei Gründung der Wehr am 1. April 1925 die Arbeit auf 46 aktive Kameraden verteilte, lastet diese nun auf den Schultern von zehn Aktiven und sieben Alterskameraden. „Zunehmend erforderliche Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und wenig Verständnis von Seiten der Arbeitgeber machen es nicht möglich, in der Woche eine ausrückfähige Mannschaft zusammen zu bekommen“, erzählt Weide besorgt und hofft auf noch engere Zusammenarbeit mit den Gemeindewehren der Nachbardörfer.

Ein kleiner Lichtblick war die Berufung von drei Kameraden: Andrè Voigtländer, Piere Jelinek und René Illgen, die nach erfolgreichem Grundlehrgang in die Feuerwehr aufgenommen wurden. Piere Jelinek, der sich als Zugezogener seit einem Jahr für die Feuerwehr engagiert, ist vor allem begeistert von dem Zusammengehörigkeitsgefühl. Dietmar Herzog, der selbst bereits für neun Jahre Wehrleiter war, wurde für seine 40-jährige Arbeit bei der Feuerwehr mit Blumen und einer Urkunde geehrt. Auch die Nachwuchssänger und -tänzer aus dem Kindergarten Knobelsdorf machten Hoffnung, als sie sangen „Wenn ich groß bin, gehe ich zur Feuerwehr“.

Dorfchronist Eberhardt Kolbe, zeigte originale Gründungsbücher, Fotos und Zubehör aus den 85 Jahren der Feuerwehrgeschichte.

Montag, 19. April 2010 Von Nicole Natzschka (Döbelner Anzeiger)

Aktualisiert ( Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 13:52 Uhr )
 

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